Das Theater Freiburg ist mit fünf Sparten, einem Ensemble aus Sänger*innen, Schauspieler*innen und Performer*innen, dem Philharmonischen Orchester und dem Opern- und Extrachor des Theater Freiburg eine der größten Kulturinstitutionen der Stadt ...
Shut Shut Shut
»Nach den Epstein-Files: War der Erotik- Thriller Eyes Wide Shut etwa eine Doku?«
Ein klassizistischer Festsaal. Männer in schwarzen Roben, unerkannt hinter venezianischen Masken, stehen um einen Kreis junger, nackter Frauen. Ein Mann in roter Robe befiehlt ihnen niederzuknien. Die Szene aus Stanley Kubricks Eyes Wide Shut (1999) bleibt im Gedächtnis. Sie ist der Höhepunkt einer durchstreiften Nacht, in der die Augen des Protagonisten, gespielt von Tom Cruise, weit verschlossen sind – gegenüber sexualisiertem Missbrauch. Aber waren nicht auch unsere Augen weit verschlossen? Erinnert die Figur des reichen Gastgebers der Ballnacht nicht auffällig an Jeffrey Epstein?
In Shut Shut Shut zeigt Yana Eva Thönnes nicht den Maskenball selbst, sondern dessen Backstage – verortet in den Räumen von Jeffrey Epsteins Anwesen: Überwachungsraum, Gruppendusche, Umkleide. Tausende von Mädchen und Frauen wurden dort missbraucht. Shut Shut Shut geht eine Recherchereise voraus, die Yana Eva Thönnes nach New York führt. Die Inszenierung öffnet den Blick auf ein System aus Handlangern, Mitwissenden und Opfern und macht sichtbar, wie Komplizenschaft, Abhängigkeiten und Schweigen produziert werden. Vor allem aber sehen wir die Mädchen: Wie sie sich vorbereiten und wozu sie angehalten werden, wie sie sich gegenseitig die Haare kämmen und ihre Wunden versorgen. Wir hören ihre Ängste und Hoffnungen auf ein besseres Leben – und davon, was Begierde abseits von Missbrauch bedeuten könnte.
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Mittwoch, 02. Dezember 2026
Kleines Haus
18:30 Uhr
17-29 € / 10 € erm.
Freitag, 11. Dezember 2026
Kleines Haus
20:00 Uhr
17-29 € / 10 € erm.
Text und Regie: Yana Eva Thönnes, Bühne: Dominic Huber, Kostüme: Katharina Pia Schütz, Komposition und Sounddesign: Ludwig Abraham, Dramaturgie: Katrina Mäntele
Mit: Anja Schweitzer, Laura Palacios, Nellie Hächler, Jana Baldovino, Matthieu Svetchine, Elisa Lynn Dillier, Urs Peter Halter, Andy Zondag, Henry Meyer, Janna Horstmann
Kleines Haus
Zugänglichkeit:
Alle unsere Spielstätten sind für Menschen mit Rollstühlen und Gehhilfen zugänglich. Mit dem Aufzug gelangt ihr von der TheaterBar ins Foyer auf die Ebene des Parketts und in das Winterer-Foyer (1. und 2. Rang) des Großen Hauses. Den Weltraum (ehemals Werkraum) erreicht ihr über den Aufzug in der Bertoldstr. 44 (Zugang neben dem Eiscafé Portofino). Das Kleine Haus ist barrierearm von der Bertoldstraße aus zugänglich. Das Foyer-Personal ist euch gerne behilflich!
Für Menschen mit Rollstühlen stehen im Großen Haus, im Kleinen Haus und im Werkraum Plätze zur Verfügung. Da die Anzahl begrenzt ist, bitten wir Sie, die Plätze spätestens zwei Tage vor der Vorstellung an unserer Theaterkasse zu reservieren (Tel. 0761 201 28 53).
Eintrittspreis: 10 Euro. Erfolderliche Begleitpersonen haben freien Eintritt.
Schwerbehinderte ab 80% zahlen mit Berechtigungsausweis pro Vorstellungsbesuch 10 Euro.
Für Menschen, die die Deutsche Gebärdensprache nutzen, bieten wir ausgewählte Vorstellungen mit Gebärdendolmetscher*innen an. Bei diesen Vorstellungen werden alle gesprochenen Texte und Lieder in die Deutsche Gebärdensprache live gedolmetscht.
Besucher*innen mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten haben die Möglichkeit, Vorstellungen im Großen Haus über unsere Induktionsanlage hörverstärkt genießen zu können.