Mit seinen kinetischen Kunstwerken zählt Jean Tinguely (1925–1991) zu den wichtigen Wegbereitern der Kunst nach 1950. Das von Mario Botta entworfene Museum liegt direkt am Rhein und präsentiert die weltweit grösste Sammlung seiner Werke. Daraus ...
Mauricio Kagel: Spielplan – Instrumentalmusik in Aktion (1970)
Konzertante für experimentelle KlangerzeugerAbendkasse: Freier Eintritt für Studierende | CHF 10.– regulärer Preis | CHF 20.– Unterstützungspreis
Performance: Stanislas Pili, Andrea Zamengo, João Calado
Technik: Maxime Le Saux, Erwin Fonseca
Kurzes Einführungsgespräch vor dem Konzert mit Ramon Bischoff (Moderation), Desirée Meiser, Matthias Kassel und Werner Klüppelholz
Mauricio Kagel schrieb «Spielplan – Instrumentalmusik in Aktion» zwischen 1968 und 1970 als sechstes Buch von Staatstheater, der berühmten «Anti-Oper», mit der der argentinische Komponist die Konventionen des traditionellen Musiktheaters radikal hinterfragte.
Auf der Bühne sind die drei Performer von einer grossen Sammlung präparierter Objekte und akustischer Apparate umgeben, darunter Rohre, Tropfsysteme, präparierte Perkussionsinstrumente, mechanisches Spielzeug, Metallgitter, Uhren, Nägel und Teile eines zerlegten Klaviers. Alle Instrumente werden mit Kontakt- oder Nahmikrofonen verstärkt, um kaum hörbare Geräusche und besondere Klangfarben erfahrbar zu machen. Obwohl diese Seiten mehr als fünfzig Jahre alt sind, wirken sie bis heute überraschend aktuell und zeigen eine neue Art, musikalische Praxis zu denken. In der Einleitung der Partitur erwähnt Kagel die Möglichkeit, Spielplan als eigenständige Konzertfassung unabhängig von der szenischen Aufführung von Staatstheater zu spielen. Diese Version scheint jedoch nie realisiert worden zu sein.
Während andere Werke Kagels aus derselben Zeit wie Acustica oder Repertoire (erstes Buch von Staatstheater) international vielfach aufgeführt wurden, blieb Spielplan jahrzehntelang weitgehend unerforscht. Dieses Projekt präsentiert erstmals das gesamte Klanguniversum von Spielplan in einer seltenen vollständigen Rekonstruktion und Aufführung und macht ein lange vergessenes Werk Kagels erneut zugänglich.
Stanislas Pili, Andrea Zamengo, João Calado werden wird finanziell unterstützt von: Stiftung Kagel-Burghardt, Ernst Göhner Stiftung, Kultur Stadt Bern, SWISSLOS Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, WaliDad Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung SIS, Gesellschaft zu Ober-Gerwern Bern, Kulturstiftung GVB.
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Montag, 02. November 2026
20:00 Uhr
Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 1
4002 Basel
+41 61 681 93 20
tinguelybasel.infos@roche.com
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11:00 - 18:00
Geschlossen am:
07.02.2022
15.04.2022
01.08.2022
25.12.2022
Zugänglichkeit:
Das Museum ist Barrierefrei.
Das Museum Tinguely trägt zudem das Label «Kultur Inklusiv», das von Pro Infirmis vergeben wird. Im Museum Tinguely können Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam am kulturellen Leben teilhaben.